Was ist Leptin und Leptinresistenz? Macht sie dick? + 6 Tipps

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Hormone, die unseren Appetit gemeinsam beeinflussen. Diese Hormone werden wiederum von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

In den letzten Jahren sind Leptin-Präparate recht beliebt geworden.

Leptin ist ein Peptid-Hormon, das von den körpereigenen Fettzellen produziert wird und das eine Rolle bei der Regulierung unseres Körpergewichts spielt.

Leptin wird auch als ‚Sättigungs-Hormon‘ bezeichnet. Es ist dafür bekannt, dass es den Appetit zügelt und beim Abnehmen helfen soll.

Welche Rolle spielt Leptin bei Übergewicht? Und wie lässt sich die Leptinsensibilität verbessern? All dies erfährst du in diesem Artikel.

Du wirst hier zudem auch das Folgende erfahren:

  • Was genau das Leptin Hormon eigentlich ist und wo es produziert wird.
  • Ob Leptin dick macht.
  • Der Unterschied zwischen Leptin und Ghrelin (und was sie gemeinsam haben).
  • Ob Leptin-Präparate sinnvoll sind.
  • 6 Tipps, mit denen man seinen Leptinspiegel auf natürlichem Wege erhöhen kann.
  • Und natürlich noch vieles mehr…

Was ist Leptin?

Der Name Leptin leitet sich vom griechischen Wort ‚leptos‘ ab, das schlank bedeutet.

Leptin ist ein Hormon, das von den Fettzellen im menschlichen Körper produziert und in den Blutkreislauf abgegegben wird. Auf diesem Wege erreicht es den Hypothalamus (den Teil des Gehirns, der bestimmt, wann und wie viel man isst) (Quelle).

Leptin teilt dem Hypothalamus mit, dass ausreichend Fett eingelagert wurde, sodass wir weniger essen oder ganz damit aufhören.

Ein hoher Leptinspiegel teilt dem Gehirn also mit, dass man genügend Fett eingelagert hat, während ein niedriger Leptinspiegel die Nachricht übermittelt, dass die Fettvorräte knapp sind und man essen sollte (Quelle).

Leptin wird oft auch als Sättigungshormon bezeichnet. Darum ist die wichtigste Funktion des Leptins auch, dem Gehirn mitzuteilen, dass man nicht mehr weiter essen muss und dass man Kalorien in normalem Tempo verbrennen kann (Quelle). Je mehr Körperfett man besitzt, desto mehr Leptin wird produziert werden (Quelle).

Im Allgemeinen gilt: Je mehr Körperfett man besitzt, desto mehr Leptin wird der Körper produzieren und desto weniger wird man Nahrung aufnehmen.

Umgekehrt gilt damit auch, dass man nur wenig Leptin im Körper hat, wenn man nur wenig Fett besitzt und umso hungriger wird man sein. Oder kurz gesagt: Je mehr Leptin man hat, desto leichter wird man abnehmen.

Leptin wurde zum ersten Mal 1994 von der Wissenschaft entdeckt, nachdem jahrelang Untersuchungen nach Hormonen durchgeführt worden waren, die unser Körpergewicht beeinflussen und unsere tägliche Nahrungsaufnahme (Kalorienaufnahme).

Die Entdeckung wurde im Zuge einer Studie an Mäusen gemacht. Die Forscher stellten fest, dass eine genetisch veränderte Mäuseart viel aß und übergewichtig war. Als die Forscher dann den Mäusen das Leptin Hormon verabreichten, verloren diese Körpergewicht.

Als dies bekannt wurde, war die Wissenschaft ganz aus dem Häuschen. Jeder, der sich mit dem Thema Fettverbrennung beschäftigte, wollte sofort wissen, ob Leptin tatsächlich der Heilige Gral war, mit dem Obesitas bekämpft werden konnte.

Die Wirkung des Leptins stellte sich aber als komplizierter heraus, als zunächst angenommen…

Es zeigte sich, dass die Leptin-Injektionen nur bei Mäusen (und Menschen) wirkten, die an einem genetischen Mangel an Leptin litten. Dies war aber nur bei etwa 5-10% der Menschen der Fall, die mit Übergewicht kämpften. Bei den übrigen 90-95% hatte Leptin kaum eine Wirkung (Quelle).

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Welche Rolle spielt Leptin bei Übergewicht?

overgewicht bij kinderen

Man sollte eigentlich annehmen, dass übergewichtige Menschen auf wunderbare Weise mit dem Essen aufhören würden und anfangen würden abzunehmen, wenn sie so hohe Leptinspiegel besitzen.

Schließlich haben übergewichtige Menschen viel Körperfett. Und weil die Fettzellen Leptin produzieren, produzieren dicke Menschen auch mehr Leptin als dünne und haben entsprechend hohe Leptinwerte. Darum sollte ihr Gehirn ein sehr deutliches Signal erhalten, dass sie genügend Energie eingelagert haben.

Warum findet dies aber nicht statt?

  • Man kann leider eine Leptinresistenz entwickeln (Quelle). Leptinresistenz kann Hunger auslösen und die Menge an Kalorien, die man verbrennt, vermindern.

Leptinresistenz wird heute als einer der wichtigsten biologischen Faktoren für Übergewicht angesehen (Quelle).

In einem solchen Fall kann man sehr viel Körperfett besitzen und auch entsprechend viel Leptin produzieren. Das Problem ist nur, dass das Leptin nicht mehr wirkt. Das Gehirn regiert nicht mehr auf das Leptin.

Dann wird man auch keinen Rückgang des Appetits verspüren und der Stoffwechsel wird sich ebenfalls nicht erhöhen. Das Gehirn kann sogar der Meinung sein, dass man immer noch Hunger hat, denn es registriert nicht mehr das hohe Leptinniveau.

In einem solchen Fall landet man in einem Teufelskreis:

  • Man isst mehr Nahrung, wodurch der Körperfettanteil steigt.
  • Mehr Körperfett bedeutet, dass mehr Leptin von den Fettzellen produziert wird.
  • Zu viel Körperfett verursacht aber Störungen bei der Signalabgabe des Leptins.
  • Das Gehirn denkt weiterhin, dass man noch hungrig ist, und man will mehr essen.
  • Man wird also noch dicker und noch hungriger.
  • Und so weiter…

Viel zu essen und wenig Sport zu treiben ist also nicht der eigentliche Grund der Gewichtszunahme, sondern eher eine Mögliche Folge einer Leptinresistenz (Quelle).

Eine Leptinresistenz kann man mit einer Insulinresistenz vergleichen. Im Falle einer Insulinresistenz wird viel Insulin produziert (als Folge einer Ernährung mit viel Zucker und schlechten Kohlenhydraten), der Körper nimmt aber nicht mehr die Signale des hohen Insulinspiegels wahr.

Interessant ist auch, dass sowohl Leptinresistenz als auch Insulinresistenz oft zusammen bei Menschen mit (starkem) Übergewicht vorkommen, obwohl stark übergewichtige Männer mit viel viszeralem Fett (Bauchfett) erhöhte Insulinwerte haben und Frauen mit viel Fett unter der Haut vor allem hohe Leptinwerte besitzen (Quelle).

Macht Leptin dick?

Eine Leptinresistenz kann die Ursache dafür sein, dass man an Übergewicht leidet und dass einem auch eine Diät nicht dabei hilft abzunehmen (Quelle, Quelle).

Eine Absenkung des Leptinspiegels kann das Abnehmen erschweren, selbst dann, wenn man weiterhin weniger isst.

Denn dies wird dazu führen, dass der Stoffwechsel langsamer abläuft. Der Körper wird also noch weniger Kalorien benötigen, um das gleiche Gewicht aufrechtzuerhalten.

Wenn dein Leptinspiegel absinkt, wirst du mehr Appetit verspüren und weniger Lust auf Sport haben. Das Gehirn denkt, dass man ausgehungert ist und wird alles versuchen, das verlorene Körpergewicht wiederzuerlangen.

Das kann auch der Grund dafür sein, dass so viele Menschen nach einer strengen Diät wieder recht schnell ihr altes Gewicht zurückbekommen.

Tipps zur Verbesserung der Leptinsensibilität

Wie kann man man seine Leptinwerte verbessern? Das gelingt mit Hilfe der folgenden Tipps, die die Produktion des Leptins regulieren!

Unterschiedliche Studien haben ergeben, dass die folgenden Tipps einem dabei helfen können, sein Leptinniveau zu regulieren. Hierdurch wird es einem leichter gelingen, ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und auch zu erhalten.

Das bedeutet, dass man sich eine gesunde Ernährungsweise zulegt, ausreichend schläft und dafür sorgt, dass die Menge an Alltagsstress zurückgeht.

Man sollte aber nicht vergessen, dass Leptin nicht das einzige Hormon ist, das das Körpergewicht kontrolliert. Auch andere Faktoren spielen eine wichtige Rolle, wie z.B.: Gesundheit, Gene, Alter, Geschlecht, Aktivitätsniveau und Darmgesundheit.

Hier folgen nun die wichtigsten Tipps, mit denen man seinen Leptinspiegel anheben kann:

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Tipp #1: Halte eine Leptindiät ein

Gibt es eine Diät, die dabei hilft, höhere Leptinwerte zu erreichen? Aber sicher gibt es die!

Nahrungsmittel, die stark sättigende Wirkung besitzen, einem also ein Völlegefühl vermitteln, werden als gute Mittel eingestuft, um die eigene Leptinsensibilität zu verbessern.

Welche Nahrungsmittel sollte man nicht essen, wenn man seinen Leptin Hormonhaushalt im Gleichgewicht halten möchte?

Nahrungsmittel, die reich an raffinierten Kohlenhydraten, ungesunden Fetten, künstlichen Aromen und zugesetztem Zucker sind! Studien konnten zeigen, dass verarbeitete Nahrungsmittel wie z.B. Süßigkeiten, Kekse, Pizza, süße Getränke, Chips usw. die Hunger- und Sättigungshormone stark stören können (Quelle).

Schnelle Zucker lösen starke Ausschläge des Blutzuckerspiegels in beide Richtungen aus. Dies wird auch gerne als Blutzucker-Achterbahn bezeichnet. Diese starken Schwankungen können dazu führen, dass der Appetit stark angeregt wird und man wieder essen will (Quelle).

Darum betone ich auch immer wieder, dass man vor allem natürliche und nicht verarbeitete Nahrungsmittel essen sollte. Diese sind zum Regulieren des Appetits unheimlich wichtig!

Welche Nahrungsmittel können einem aber nun dabei helfen, sich nach dem Essen gesättigter und zufrieden zu fühlen (und auch zwischen den Mahlzeiten)?

Nahrung mit hohem Ballaststoffgehalt

Nahrungsmittel mit geringer Energiedichte, wie z.B. frisch gekochtes Gemüse, besitzen viel Volumen, Wasser und Ballaststoffe.

Dessen sollte man sich bewusst sein, denn sie enthalten viele Nährstoffe aber nur wenige Kalorien.

Die folgenden Nahrungsquellen:

  • Gemüse
  • Frisches Obst
  • Bohnen
  • Hülsenfrüchte
  • Vollkorn (Quinoa, Naturreis, Buchweizen)

sind allesamt ballaststoffreich und helfen dabei, das Hungergefühl zu kontrollieren und somit eine übermäßige Nahrungsaufnahme zu vermeiden.

Eiweißreiche Nahrung

Eine eiweißreiche Ernährung ist einer der besten Wege, mit dem man seine Leptinsensibilität verbessern kann. Nahrung mit hohem Eiweißgehalt hilft mit, den Hunger unter Kontrolle zu halten und Muskelmasse zu erhalten. Das Erhöhen der täglichen Eiweißaufnahme wird den Appetit zügeln und den Stoffwechsel stimulieren.

Bei eiweißreichen Lebensmitteln sollte man an die folgenden denken:

  • Fetter Fisch
  • Eier
  • Joghurt/Quark
  • Rindfleisch (aus Freilandhaltung)
  • Hühnerfilet

Gesunde Fette

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Fett enthält natürlich mehr Kalorien als Eiweiß und Kohlenhydrate, es wird aber zur Aufnahme von bestimmten Nährstoffen benötigt, z.B. fettlöslichen Vitaminen. Gesundes Fett sorgt für einen guten Geschmack bei den Mahlzeiten und hilft ebenfalls dabei, die Hungerhormone besser zu beherrschen.

Eine fettarme Mahlzeit wird wahrscheinlich weniger gut schmecken. Als Ersatz wird dann häufig mit umso mehr Zucker gearbeitet, um den Fettmangel zu kompensieren. Nicht gerade eine gesunde Lösung!

Man sollte darum lieber jeder Mahlzeit etwas gesundes Fett hinzufügen, z.B. Kokosöl, Olivenöl, Avocados, Nüsse, Fisch, Samen oder Fett, das von Natur aus in tierischen Produkten vorhanden ist wie in Milchprodukten, Rindfleisch oder Eiern.

Tipp #2: Starte mit Intervallfasten (Intermittent Fasting)

Die unterschiedlichen Formen des Intervallfastens sind gut zur Verbesserung der Leptinsensibilität und der Verbrennung von Körperfett. Beim Intermittent Fasting, also dem periodischen Fasten, isst man während eines Teils des Tages (und/oder der Nacht) nichts.

Forscher sind der Meinung, dass periodisches Fasten dabei helfen kann, lokale Entzündungen des Hypothalamus (also dem Teil des Hirns, der den Energiebedarf des Körpers regelt) zu beherrschen, was zu einer guten Energiebilanz beitragen wird und vor Gewichtszunahme schützt (Quelle).

Eine Untersuchung kam zu dem Schluss, dass Intervallfasten in Kombination mit Krafttraining biologische Marker (die den Gesundheitszustand wiedergeben) der gesunden hauptsächlich männlichen Teilnehmer verbesserte, ihren Körperfettanteil verminderte und die Muskelmasse bewahrte.

Nach 8 Wochen mit der 8-Stunden-Diät (8 Stunden zum Essen und 16 Stunden fasten) stellten die Teilnehmer einen Rückgang ihres Körperfettanteils fest, während sich die fettfreie Körpermasse nicht verändert hatte.

Der Leptinspiegel der fastenden Männer ging stark zurück, trotzdem konnte kein negativer Effekt auf den Grundumsatz (Stoffwechsel im Ruhezustand) festgestellt werden. Da man meist davon ausgeht, dass eine Abnahme des Leptinspiegels auch den Stoffwechsel der betreffenden Person absenken wird, ist dies eine recht bemerkenswerte Feststellung (Quelle).

Tipp #3: Reduziere den Alltagsstress

Bist du oft gestresst und erschöpft, weil der Arbeitsdruck sehr hoch ist oder du mit Beziehungsproblemen kämpfst? Dann besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass sich dieser Stress auf dein Hormongleichgewicht negativ auswirken wird.

Selbst wenn du eine gesunde Ernährung einhältst, besteht dann immer noch die Gefahr des Überessens und der Gewichtszunahme. Egal was die Ursache des Stresses auch sein mag, wenn dieser Stress lange anhält, können deine Nebennieren unter Erschöpfungserscheinungen leiden. Die Nebennieren produzieren viel Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol.

Wenn man unter zu viel Stress leidet und sich selbst zu sehr pusht, kann man gesundheitliche Probleme bekommen, auch dann, wenn man alles dafür tut, seine Hormone mit einer gesunden Ernährung im Gleichgewicht zu halten.

Cortisol trägt zur Bildung gefährlichen Bauchfetts bei und wird die Sehnsucht nach ungesunder Nahrung steigern.

Da die Verdauung durch Stress unterbrochen wird, kann chronischer Stress zu einer ganzen Reihe von Verdauungsstörungen führen. Krämpfe, ein aufgeblasenes Gefühl im Bauch, Verstopfung und Durchfall sind häufige Symptome von chronischem Stress.

Depressionen sind ebenfalls eine häufige Reaktion auf chronischen Stress. All dies kann die Lebensqualität stark vermindern und auch die (sozialen) Beziehungen zu anderen negativ beeinflussen.

Tipp #4: Betätige dich mit körperlichem Training

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Wusstest du, dass Krafttraining, Fitnesstraining oder auch eine andere Form des Sportes, mit der man Muskelmasse aufbaut…

…einer der besten Wege ist, um seinen Stoffwechsel zu verbessern und die Leptinsensibilität zu verbessern?

Untersuchungen an Tieren und auch Menschen zeigen, dass regelmäßige Körperbewegung die Leptinsensibilität verbessern kann (Quelle, Quelle).

Je mehr man sich körperlich betätigt, desto mehr wird sich der Stoffwechsel steigern und auch die Fähigkeit, sein Leptin zu regulieren. Wenn man Gewichte stemmt und somit Muskelmasse aufbaut, wird dies und jede andere Form des physischen Trainings dazu beitragen, Kalorien zu verbrennen.

Zudem wird die Produktion von Wachstumshormonen gesteigert, sowie die Adrenalin- und Testosteronproduktion, wodurch Körperfett als Energiequelle eingesetzt werden kann, anstelle es einzulagern. In Zeiten, in denen Übergewicht und Diabetes zu Volkskrankheiten werden, kann Körperbewegung und Training mit Gewichten für große gesundheitliche Vorteile sorgen.

Untersuchungen konnten zeigen, dass Menschen, die sich regelmäßig körperlichem Training unterziehen, weniger Gefahr laufen, gefährliches viszerales Fett (Bauchfett) zu entwickeln und auch ganz allgemein gesünder sind als Menschen, die sich kaum bewegen.

Zudem sollte man sich auch bewusst sein, dass körperliches Training sich sehr gut dazu eignet, seinen Stress zu kontrollieren. Es hilft dabei, die Hormone zu regulieren und führt zur Produktion des Neurotransmitters Endorphin, einem Hormon, das auch als das ‚Glückshormon‘ bekannt ist, weil es wie eine ‚feel good‘ Droge wirkt.

Wie oft sollte man sich sportlich betätigen?

Man sollte mindestens dreimal pro Woche 45-60 Minuten körperlich intensiv aktiv sein. Eine Kombination aus aeroben Übungen und Krafttraining ist das Beste. Man sollte darum einmal das Intervalltraining (HIIT) ausprobieren und in sein wöchentliches Schema integrieren.

Körperbewegung sollte im wöchentlichen Schema niemals fehlen. Man sollte es damit aber auch nicht übertreiben. Wenn man zu viel trainiert, wird dies den Leptinspiegel wieder absenken und somit den Appetit steigern (Quelle).

Man sollte darum Sport und Ruhephasen im Gleichgewicht halten, denn übermäßiges Training wird wiederum andere gesundheitliche Probleme auslösen können (Quelle).

Tipp #5: Wähle einen Tag in der Woche als deinen ‚Alles-erlaubt-Tag‘

Wenn man einem anhaltenden Kalorienmangel ausgesetzt ist (als Folge einer kalorienarmen Diät), wird auch der Leptinspiegel absinken.

Diese Abnahme des Leptins kann das weitere Abnehmen erschweren, selbst dann, wenn man noch weniger essen sollte. Denn mit dem sinkenden Leptin wird sich auch der Stoffwechsel verlangsamen. Man benötigt also weniger Kalorien, um das gleiche Körpergewicht aufrecht zu erhalten.

In einem solchen Fall kann ein ‚Alles-erlaubt-Tag‘ beziehungsweise eine ‚Cheat-Mahlzeit‘ die Lösung sein. Eine Alles-erlaubt-Mahlzeit ist eine Mahlzeit, bei der man alles essen darf, was man möchte. Pizza, Pommes, was immer man will.

Normalerweise ist das natürlich Nahrung, um die man einen Bogen macht… in diesem Fall darf man sie aber dennoch essen. Mit einer solchen Mahlzeit nimmt man in der Regel viel zu viele Kalorien auf. Sie sind aber recht praktisch, wenn man gleichzeitig eine kalorienarme Ernährung einhält.

Mit ihnen kann man seine tägliche Kalorienaufnahme vorübergehend erhöhen, was den Körper etwas verwirren wird, denn er merkt, dass auf einmal sehr viel Nahrung zur Verfügung steht. Als Folge werden die Leptinwerte steigen.

Unterschiedliche kleinere Studien kamen zu positiven Ergebnissen mit diesen sogenannten Cheat-Mahlzeiten. Da diese Mahlzeiten dazu beitragen, den Stoffwechsel aufrechtzuerhalten, werden sie langfristig dabei helfen abzunehmen (Quelle).

Klingt vielleicht seltsam, ist aber tatsächlich so!

Tipp #6: Achte auf gute Nachtruhe

Eine gute Nachtruhe ist der Schlüssel für einen gesunden Hormonhaushalt. Chronischer Schlafmangel wird mit niedrigen Leptinwerten und einem gestörten Insulinspiegel in Verbindung gebracht (Quelle).

Um Stresshormone wie z.B. Cortisol im Zaum zu halten und chronische Entzündungen zu vermeiden, die mit Stress in Verbindung gebracht werden, ist es sehr wichtig, dass man gut und ausreichend schläft (etwa 8 Stunden pro Nacht) und auch tagsüber Momente der Ruhe und Entspannung hat.

Einfache Dinge wie ein Buch lesen, entspannende Musik hören oder ein warmes Bad nehmen, können einem dabei helfen, sich zu entspannen.

Leptin und Ghrelin

Leptin und Ghrelin sind nur zwei von einer ganzen Reihe Hormone, die dazu beitragen, den Stoffwechsel, den Appetit und das Körpergewicht zu regulieren.

Obwohl Leptin hierbei als das wichtigste ‚Sättigungshormon‘ betrachtet wird, da es den Appetit kontrolliert, wird Ghrelin als das wichtigste ‚Hungerhormon‘ angesehen, denn es steigert das Verlangen nach Nahrung.

Leptin wird hauptsächlich von Fettzellen ausgeschieden, aber auch vom Magen, dem Herz, der Plazenta und den Skelettmuskeln. Leptin vermindert das Hungergefühl.

Ghrelin wird hauptsächlich von der Magenwand abgegeben. Ghrelin erhöht das Hungergefühl.

Ghrelin wurde 7 Jahre nach Leptin entdeckt. Da jedoch Leptin in Bezug auf Obesitas enttäuscht hatte, war das wissenschaftliche Interesse wesentlich geringer. Der Magen produziert Ghrelin, wenn er leer ist. Genau wie Leptin wird Ghrelin an das Blut abgegeben und erreicht so den Hypothalamus, wo es dem Hirn mitteilt, dass man Hunger hat (Quelle).

Wenn die Ghrelin- und Leptinspiegel gestört sind, kann dies das Essverhalten stören. Man isst nicht mehr nur noch dann, wenn man sollte. Die Folge ist eine Veränderung des Körpergewichts und auch andere Symptome. Obwohl die beiden Hormone eine gegensätzliche Wirkung besitzen, arbeiten sie zusammen und ist es sehr wichtig, sie zu regulieren.

Können die Leptin- und Ghrelinspiegel des Blutes eine Erklärung dafür sein, dass so viele Menschen Probleme mit dem Abnehmen haben?

Eine Studie aus dem Jahr 2010 untersuchte, in welcher Weise die Ghrelin- und Leptinwerte in Zusammenhang mit einer Gewichtszunahme nach einer Diät stehen.

Die Forscher setzen hierfür 160 übergewichtige Männer und Frauen 8 Wochen lang auf eine kalorienarme Diät. Die Diät lag 30% unter dem gesamt Energiebedarf der Teilnehmer und bestand aus 15% Eiweiß, 30% Fett und 55% Kohlenhydraten. Die körperliche Aktivität der Teilnehmer blieb unverändert, sie aßen nur weniger Kalorien.

Nach 8 Wochen auf Diät hatten die Teilnehmer im Schnitt 5% ihres Körpergewichts verloren. Die Männer verloren durchschnittlich 5,9% und die Frauen 4,5%. Einige Teilnehmer verloren über 5% ihres Körpergewichts, während andere weniger verloren. Das klingt jetzt vielleicht nach einem weniger interessanten Detail… bis man sich die Blutproben ansieht!

Die Teilnehmer, die mehr Gewicht verloren (> 5%) verzeichneten eine stärkere Abnahme ihrer Leptin- und Insulinwerte im Vergleich zu den Teilnehmern, die weniger Gewicht verloren hatten.

Bei Männern als auch Frauen waren die Ghrelinspiegel am Ende der Diät höher (was bedeutet, dass sie mehr Hunger hatten), bei den Teilnehmern, die viel Gewicht verloren hatten, sanken die Ghrelinspiegel aber wieder ab.

Ghrelin scheint durch die Abgabe des Wachstumshormons beeinflusst zu werden, was zu einem Unterschied bei Männern und Frauen führt (Quelle). Frauen scheinen ebenfalls sensibler auf den Leptinspiegel zu reagieren als Männer, es sei denn, man verabreicht Männern Östrogen.

Leptin-Präparate

afslankpillen

In den letzten Jahren haben Leptin-Präparate an Beliebtheit stark zugenommen. Sie versprechen, den Appetit zu vermindern und es einem auf diesem Weg einfacher zu machen abzunehmen.

Halten Leptin-Präparate aber auch wirklich, was sie versprechen?

Leider nein…

Die meisten Leptin-Präparate enthalten nicht einmal Leptin! Viele Präparate werden als Leptin-Pillen beworben, die meisten Pillen enthalten jedoch nur einen Mix aus unterschiedlichen Inhaltsstoffen (Alfa-Liponsäure, Fischöl, Grüner-Tee-Extrakt), die dabei helfen sollen, Entzündungen zu vermindern und auf diesem Wege die Leptinsensibilität zu erhöhen (Quelle).

Studien, die hierzu bisher durchgeführt wurden, zeigen, dass Leptin-Präparate meistens wirkungslos sind und manchmal sogar riskant (Quelle, Quelle, Quelle).

In seltenen Fällen kann die Einnahme von Leptin-Präparaten aber sinnvoll sein, wenn die betreffenden Personen fast gar kein Leptin mehr produzieren, aber beim Großteil der Menschen werden solche Präparate recht wirkungslos bleiben.

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