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Sind Milchprodukte (Milch/Joghurt/Käse) gesund? Kritische Betrachtung

Die aktuellen behördlichen Ernährungsempfehlungen beinhalten u.a., dass man täglich Milchprodukte wie z.B. Käse oder Joghurt essen sollte. Sind Milchprodukte aber wirklich so gesund, wie immer behauptet wird?

Ich habe mich zur Beantwortung dieser Frage in die einschlägigen wissenschaftlichen Untersuchungen vertieft, und ich möchte hier, bei dieser kritischen Betrachtung von Milchprodukten, gerne meine Ergebnisse mit dir teilen.

Das Folgende wirst du hier erfahren:

  • Hintergrundinformationen zu Milchprodukten
  • Warum manche Menschen Milchprodukte nicht vertragen
  • Was Milchprodukte gesund macht
  • Welche Beschwerden oder Krankheiten mit Milchprodukten in Verbindung gebracht werden
  • Alternativen für Milchprodukte

Hintergrundinformationen zu Milchprodukten

Milchprodukte ist der Oberbegriff für alles, was aus Milch hergestellt wird.

Milchprodukte sind aus den meisten Haushalten westlich geprägter Länder nicht wegzudenken.

In einem mitteleuropäischen Standard-Kühlschrank wird man mit großer Wahrscheinlichkeit Milch, Joghurt, Butter, Quark und Käse antreffen.

Milch wird in den folgenden Produkten verwendet:

  • Fruchtmilch
  • Trinkjoghurt
  • Griechischer Joghurt
  • Dickmilch
  • Kefir
  • Schokomilch
  • Kaffeegetränke
  • Eiskaffee
  • Kaffeemilch
  • Kaffeesahne
  • Milchshakes
  • Schlagsahne
  • Brei
  • Sauerrahm
  • Crème fraîche
  • Kochsahne
  • Milcheis
  • Quark
  • Bio-Quark
  • Mousse
  • Pudding
  • verschiedene Desserts
  • Eierkuchen
  • bestimmte Keks- und Biscuitsorten
  • bestimmte Brotsorten
  • bestimmte Gebäcksorten
  • bestimmte Soßen
  • Milchschokolade und bestimmte Süßigkeiten
  • in unterschiedlichen Frühstücksflocken
  • in manchen Fertigsuppen
  • in bestimmten Fleisch- und Wurstwaren
  • in manchen Chipssorten
  • und auch in Whey-Proteinen

Manchmal wird auch behauptet, dass Eier ebenfalls zu dieser Gruppe gehören würden, sie sind aber (logischerweise) kein Milchprodukt. Sie enthalten keine Laktose und können somit problemlos auch von Menschen mit Laktoseintoleranz gegessen werden.

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Seit wann essen wir Milchprodukte?

Der Mensch fing erst an Milch zu trinken, als er mit der Viehhaltung und dem Ackerbau anfing. Das war vor etwa 10.000 Jahren der Fall.

Warum manche Menschen Milchprodukte nicht vertragen

Mit dem Beginn des Ackerbaus und der Tierhaltung veränderte sich unser Ernährungsschema dramatisch. Wir fingen an Milch zu trinken, Getreide zu essen, Salz zu verwenden und wahrscheinlich auch mehr Fleisch von Säugetieren zu essen.

Bevor wir Ackerbau und Tierhaltung entdeckten, lebte und aßen wir als Jäger und Sammler. Vielleicht hast du schon einmal etwas von der Paleo Diät gehört. Diese Diätform basiert auf dem Ernährungsschema der Jäger und Sammlerzeit.

Allgemein wird meist angenommen, Milch wäre gut für die Knochen. Untersuchungen haben aber ergeben, dass die Menschen der Jäger und Sammlerzeit (die keine Milch tranken) stärkere Knochen hatten als wir heutzutage. (Quelle). Ich werde etwas später noch näher auf Milchprodukte und Knochenentkalkung eingehen.

Kuhmilch ist eigentlich nicht für den menschlichen Verzehr gedacht. Sie hat die Funktion, die Kälber schnell wachsen zu lassen.

Das Gewicht eines Kalbes beträgt bei der Geburt etwa 40 kg und erreicht nach zwei Jahren bei der erwachsenen Kuh 600 kg. Man kann also mit ziemlicher Sicherheit sagen, dass Milch sehr nahrhaft ist.

Die Menschen konnten Dank der Milch schwere Zeiten überstehen. Sie versorgte uns in Zeiten, in denen keine oder nur sehr wenige Nahrung vorhanden war mit dem nötigen Eiweiß, Fett, Zucker, Mineralien und Vitaminen.

Oft hört man auch, dass es unnatürlich wäre, Milch zu trinken, weil der Mensch das einzige Säugetier ist, das die Milch eines anderen Säugetiers trinkt. Meiner Meinung nach ein etwas seltsames Argument, denn ein Büffel wird eben niemals zulassen, dass er von einem Löwen gemolken wird. Und wie sollte der Löwe das überhaupt anstellen? Auf einem Hocker unter dem Büffel, mit seinem Milcheimer?

Aus evolutionärer Sicht benötigen wir keine Milch für unsere Gesundheit. Wir haben Millionen Jahre ohne Kuhmilch gelebt und überlebt. Aber auch das ist kein echtes Argument, warum Milch schlecht für uns Menschen sein sollte.

Wir sind schließlich auch das einzige Säugetier, das sein Essen zubereitet, indem wir es kochen oder braten, und das hat uns sicherlich geholfen. Unsere Art weicht also häufiger von den üblichen Verhaltensweisen ab, wodurch wir aber nicht automatisch gesünder oder ungesünder leben.

Aus genetischer Sicht ist der Mensch jedoch nicht zur Verdauung von Milch geeignet.

In Gebieten, in denen bereits seit Jahrtausenden Milch getrunken wird, zeigen Studien, dass wir uns genetisch daran angepasst haben (Quelle). Das betrifft vor allem die Nordeuropäer, zu denen wir natürlich auch zählen.

Das Milchtrinken ist für uns zwar zur Normalität geworden, es ist aber auch eine Tatsache, dass der größte Teil der Weltbevölkerung Kuhmilch nicht vertragen kann. 75% der Weltbevölkerung besitzt eine Laktoseintoleranz.

Laktose

Laktose ist eine Kohlenhydratform, die in Milch vorkommt. Dieser Milchzucker besteht aus zwei einfachen Zuckermolekülen: Glucose und Galactose.

Bei Neugeborenen produziert der Körper das Enzym Laktase, um die Laktose in der Muttermilch abbauen zu können.

Die meisten Nordeuropäer produzieren aber während ihres ganzen Lebens weiterhin Laktase und können hierdurch Milchprodukte problemlos vertragen.

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Laktoseintoleranz

Beim Großteil der Weltbevölkerung verschwindet aber die Laktaseproduktion, wenn sie das Erwachsenenalter erreichen (Quelle). Darum kann bei ihnen die Laktose nicht mehr abgebaut werden und sie werden laktoseintolerant (Quelle).

In Nordeuropa sind schätzungsweise zwischen 0% und 15% der Menschen laktoseintolerant. In großen Teilen Afrikas, Südamerikas und Asiens sind dies aber über 80%!

Bei einer Laktoseintoleranz bekommt man Probleme mit der Verdauung. Man leidet dann unter folgenden Symptomen:

  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Blähungen
  • aufgeblasenes Gefühl
  • Übelkeit
  • Schmerzen im Unterbauch
  • Erbrechen
  • Verstopfung

Der Durchfall entsteht durch unverdauliche Laktose, die im Dünndarm vorhanden ist. Auf diese Weise wird Feuchtigkeit im Verdauungstrakt angezogen.

Im Dickdarm fermentieren die Darmbakterien die Laktose, was zu Gasbildung führt. Hierdurch entsteht das aufgeblasene Gefühl, es kann zu Bauchschmerzen kommen und zu Blähungen.

Das genaue Spektrum der Beschwerden ist von Person zu Person unterschiedlich und hängt davon ab, wie viel Laktose man persönlich verträgt und wie viel man gegessen hat (Quelle).

Wenn man unter einer Laktoseintoleranz leidet, sollte man lieber keine Milchprodukte essen oder dies zumindest so weit wie möglich vermeiden.

Fermentierte Milchprodukte

Viele Menschen mit einer Laktoseintoleranz können kleinere Mengen an Laktose vertragen und auch z.B. fermentierte Milchprodukte wie Joghurt, Käse, Butter und Kefir vertragen (Quelle).

Kefir wird hergestellt, indem man Milch mit Hilfe von Kefirkörnern bzw. -knollen fermentieren lässt. Bei Kefir und Joghurt ernähren sich die Bakterienkulturen von der Laktose.

Darum enthält Joghurt und vor allem Kefir wesentlich weniger Laktose als normale Milch.

Das ist dann auch der Grund dafür, dass Joghurt und Kefir häufig von Menschen mit Laktoseintoleranz vertragen wird (Quelle).

Manche Menschen mit Laktoseintoleranz bekommen geringere Beschwerden, wenn sie Milch trinken, die roh ist und/oder von Kühen stammt, die frei auf der Weide grasen.

Wenn Kühe frei laufen können und frisches Gras essen, wirkt sich dies auch auf die Zusammensetzung der Milch aus.

Kuhmilchallergie

Eine Kuhmilchallergie ist etwas anderes als eine Laktoseintoleranz. Bei einer Kuhmilchallergie ist nicht die Laktose der Übeltäter, sondern ein bestimmtes Eiweiß in der Kuhmilch.

Eine Kuhmilchallergie kommt häufig bei Babys vor, die aber meist im Laufe der Zeit wieder abklingt.

Bei einigen Kindern und Erwachsenen bleibt die Allergie jedoch.

Dann ist die einzige Lösung, wirklich nichts mehr zu essen, in dem Kuhmilch verarbeitet wurde.

Was Milchprodukte gesund macht

Wenn man nicht unter einer Laktoseintoleranz oder Kuhmilchallergie leidet, können Milchprodukte zur Gesundheit beitragen.

Ich möchte hier aber auch direkt erwähnen, dass Milchprodukte auch einige negative Wirkungen auf die Gesundheit besitzen, weshalb ich auch vom regelmäßigen Verzehr von Milchprodukten eher abrate. Darum bin ich auch nicht der Ansicht, dass Milchprodukte ein Beitrag zu einer optimalen Gesundheit sind.

Welches die negativen Effekte der Milchprodukte für die Gesundheit sind, erfährst du in dem Abschnitt ‚Beschwerden und Krankheiten, die mit Milchprodukten in Verbindung gebracht werden‘.

Gesundheitsvorteil #1: Vollmilchprodukte helfen gegen Übergewicht

Untersuchungen haben ergeben, dass Menschen, die Vollmilchprodukte (z.B. Vollmilch) verwenden, weniger häufig an Obesitas leiden als Menschen, die Magermilchprodukte verwenden (Quelle).

Eine andere Studie zeigte, dass Menschen, die die fetthaltigsten Milchprodukte aßen, am wenigsten Bauchfett besaßen, niedrigere Triglyceridwerte hatten und auch über eine bessere Insulinsensibilität verfügten (Quelle).

Vielleicht klingt es etwas merkwürdig, dass Menschen, die also gerade mehr Fett essen, weniger an Übergewicht leiden sollen.

Es steht aber fest, dass fettreiche Diäten wie z.B. eine kohlenhydratarme Diät und die ketogene Diät effektiver sind, um Gewicht zu verlieren als fettarme Diäten (Quelle). Wie dies möglich ist, erfährst du in meinem Artikel über die Low Carb Diät.

Gesundheitsvorteil #2: Senkt das Risiko für Diabetes Typ-2

Die Untersuchungen, die bereits beim Gesundheitsvorteil #1 genannt wurden, zeigten ebenfalls, dass die Gefahr für Diabetes Typ-2 sinkt, wenn man Vollmilchprodukte verwendet.

Es gibt aber auch Studien, die keine Verbindung zwischen dem Konsum von Vollmilchprodukten und einem niedrigeren Diabetes Typ-2 Risiko feststellen konnten (Quelle, Quelle, Quelle).

Insgesamt also nicht wirklich ein überzeugender Gesundheitsvorteil.

Gesundheitsvorteil #3: Großer Nährwert

Milch ist nahrhaft. Sie enthält 3 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm, das zwischen 18 und 22 Aminosäuren enthält.

Milch ist zudem reich an Calcium, Vitamin A, B1, B2, B6, B12, D, Kalium, Zink, Magnesium und Phosphor.

Und Milch enthält auch Fettsäuren. Diese werden aber leider häufig entfernt, wenn Milch als Magermilch verkauft wird oder als Basis für Magermilchprodukte dient.

Das senkt zwar die Kalorien der Milch, macht sie aber auch weniger gesund. Gerade im Fettanteil der Milch stecken viele gute Stoffe (Quelle).

Wenn man also Milch trinkt, lieber die Vollmilch nehmen und nicht die fettarme Milch.

Da die Milch fetthaltiger und kalorienreicher ist, wird sie auch schneller für ein Sättigungsgefühl sorgen, wodurch man weniger anderes essen wird.

Es ist also eine falsche Annahme, man würde von Vollmilchprodukten dick werden und von fettarmen nicht. Das Gegenteil ist sogar der Fall, denn nach einem Vollmilchprodukt wird man sich viel gesättigter fühlen.

Das Fett der Milch enthält etwa 400 Arten von Fettsäuren, von denen ein großer Teil gesättigte Fettsäuren sind.

Kühe, die frisches Gras essen, geben Milch, in der Omega-3 Fettsäuren vorhanden sind und zudem auch mehr fettlösliche Vitamine wie z.B. Vitamin K1 uns K2.

Vitamin K2 ist wichtig für den Calciumstoffwechsel und gut für das Herz und die Knochen (Quelle, Quelle, Quelle, Quelle).

Vitamin K kommt so gut wie gar nicht in fettarmen Milchprodukten vor!

Gesundheitsvorteil #4: Vollmilch senkt die Gefahr für einen Herzanfall

Man könnte auf die Idee kommen, Vollmilch würde das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen, mit all ihren gesättigten Fettsäuren.

Schließlich wurde uns immer eingebläut, dass gesättigte Fettsäuren das Cholesterin erhöhen und damit auch die Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen.

In den letzten Jahren stellte sich jedoch immer deutlicher heraus, dass es keinen wissenschaftlichen Beweis dafür gibt, dass das Essen von gesättigten Fettsäuren das Risiko für einen Herzanfall erhöhen würde (Quelle, Quelle, Quelle).

Der Grund für den hartnäckigen Glauben, Fett würde die Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen erhöhen, stammt aus den 60er Jahren, als die Keys-Studie durchgeführt wurde.

Bei der Keys-Studie wurde jedoch sogenanntes Cherry-Picking betrieben; es wurden nur die Länder in die Studie mit einbezogen, deren Ergebnisse die Vermutung stützten, dass gesättigte Fettsäuren Herzerkrankungen auslösen.

In meinem Artikel zum Senken des Cholesterins gehe ich tiefer auf diesen Punkt ein, wenn du gerne mehr hierüber lesen möchtest.

Die Art und Weise, wie Kühe gehalten werden, bestimmt sehr stark die Zusammensetzung ihrer Milch.

Eine Kuh, die frei auf der Weise laufen kann und Gras isst, wird eine Milch geben, die viel mehr Omega-3 und C.L.A. enthält. Dies ist wichtig, um unterschwellige Entzündungen zu mildern und somit Herz-Kreislauferkrankungen zu vermeiden (Quelle, Quelle, Quelle, Quelle).

In Ländern, in denen Kühe wirklich Gras zu fressen bekommen, zeigen die Untersuchungen, dass die Verwendung von Vollmilchprodukten die Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen und einen Herzanfall senken können (Quelle, Quelle).

Bei einer Meta-Untersuchung über 10 Studien konnte gezeigt werden, dass Vollmilch die Gefahr eines Herzanfalls und eines Schlaganfalls senkt, obwohl das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen nicht wirklich deutlich niedriger war (Quelle).

Bei einer anderen Studie, an der nur Frauen teilnahmen, wurde sogar ein Anstieg der Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen festgestellt, wenn Vollmilchprodukte verwendet wurden (Quelle).

In Australien, wo die Kühe hauptsächlich Gras essen und frei laufen, ist die Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen deutlich niedriger, wenn man Vollmilchprodukte isst (Quelle).

Gesundheitsvorteil 5: Senkt den Blutdruck

Dass die Milch, die Kühe produzieren, die Gras fressen, gesünder ist, hat sich auf unterschiedlichen Untersuchungsgebieten gezeigt. Es hat sich beispielsweise gezeigt, dass Milchprodukte von Kühen, die Gras fressen, einen blutdrucksenkenden Effekt besitzen (Quelle, Quelle, Quelle).

Beschwerden und Krankheiten, die mit Milchprodukten in Verbindung gebracht werden

Ich möchte hier direkt mit dem am meisten verbreiteten Irrtum zu Milchprodukten beginnen: Nämlich dass, sie gut für die Knochen wären.

#1: Osteoporose

Werbekampagnen der Milchindustrie zielen oft auf die angebliche Eigenschaft von Milch, dass sie gut für die Knochen wäre, wegen des Calciums, das in der Milch vorhanden ist.

Milch wäre deswegen gut für Kinder, um zu wachsen. Und alle, die nicht mehr wachsen, sollte sie dabei helfen Knochenbrüche zu vermeiden.

In westlich geprägten Länder ist Osteoporose die wichtigste Ursache für Knochenbrüche bei älteren Menschen.

Ein Mangel an Calcium verursacht Osteoporose. Osteoporose bedeutet, dass die Knochen porös werden. Die Knochenstruktur weißt dann immer mehr Löcher auf, wodurch die Dichtheit und Stabilität abnimmt. Darum wird jemand, der Osteoporose hat schneller einen Knochenbruch erleiden.

Calcium ist zweifellos wichtig, um Osteoporose zu vermeiden. Und da in Milch viel Calcium vorhanden ist, ist es sehr verständlich, dass man davon ausgeht, Milch wäre gut für die Knochen.

Es ist aber eine Tatsache, und jetzt wird es eben interessant, dass in Ländern, in denen am wenigsten Milch getrunken wird auch am wenigsten Osteoporose vorkommt!

Und in Ländern wie z.B. den USA, wo sehr viel Milchprodukte gegessen werden, kommt entsprechend Osteoporose am häufigsten vor (Quelle).

Auch bei uns wird viel Milch getrunken und auch hier kommen Knochenbrüche relativ häufig vor.

Untersuchungen, die analysieren, was in einem Land gegessen wird, sind übrigens immer etwas riskant. In den USA mag dann vielleicht viel Milch getrunken werden, dort isst man aber auch viele andere Dinge, die in anderen Ländern wie z.B. Japan ebenfalls wenig gegessen werden.

In Japan isst man beispielsweise mehr Gemüse und Fisch als in den USA und weniger Junkfood. Darum sollte man aus diesen Untersuchungen keine voreiligen Schlüsse ziehen. Man kann die Ergebnisse aber schon recht auffällig nennen.

Bei einer anderen Untersuchung wurde eine Gruppe von über 40.000 Menschen im Alter von 40 bis 70 Jahren über einen Zeitraum von 8 Jahren beobachtet. Die Teilnehmer, die täglich 2,5 Gläser Milch oder mehr tranken, hatten genauso viele Knochenbrüche wie die Teilnehmer, die keine oder nur selten Milch tranken (Quelle).

Bei einer Untersuchung, bei der 18 Jahre lang 72.000 Frauen in der Menopause beobachtet wurden, konnte Milch die Gefahr von Knochenbrüchen nicht vermindern. Vitamin D Präparate schienen dagegen die Anzahl an Knochenbrüchen in der Tat vermindern zu können (Quelle).

Vitamin D verbessert die Aufnahme von Calcium

Calcium ist jedoch zweifellos notwendig für die Knochen. Stellt sich die Frage, warum Milchprodukte nicht die positive Wirkung auf die Knochen besitzen, wie man erwarten würde.

Hierfür gibt es mehrere Erklärungen.

Manche Gesundheitsinstanzen vertreten die Meinung, dass zu viel Calcium zu einem verzögerten Knochenaufbau führen kann und einer weniger starken Knochenstruktur (Quelle). Darum wird bei dieser Einschätzung Vitamin D empfohlen, damit Calcium besser aufgenommen werden kann.

Eine andere Erklärung wäre, dass ein bestimmtes Calcium-Phosphor-Verhältnis benötigt wird, um Calcium gut aufnehmen zu können. Muttermilch besitzt ein Calcium-Phosphor-Verhältnis von 2:1 was ein ideales Verhältnis darstellt.

Das Verhältnis in Kuhmilch liegt jedoch bei 1:1. Darum wird extra Calcium benötigt, um das Verhältnis zu korrigieren. Der Körper besitzt hierzu einen Calciumvorrat, den er dann anzapft.

Und jetzt kommt es: Dieser Calciumvorrat ist in den Knochen eingelagert! Dies wäre also eine sehr plausible Erklärung dafür, warum Osteoporose in Ländern mit hohem Milchkonsum so häufig auftritt. Nach dem Trinken von Milch entzieht der Körper den Knochen ihren Calciumvorrat, um das Calcium-Phosphor-Gleichgewicht anzupassen.

Osteoporose hat aber nicht nur etwas mit der Ernährung zu tun. Osteoporose kommt vor allem bei älteren Frauen vor. Nach der Menopause verändert sich der Hormonhaushalt, der auch zum Teil für die Knochenentkalkung mitverantwortlich ist.

Auch die Verwendung der Antibabypille kann sich negativ auf die Dichte der Knochenstruktur auswirken.

Indem man regelmäßig Sport treibt und sich bewegt, kann man Knochenentkalkung vermeiden.

Und um die Verwirrung rund um das Thema Osteoporose noch komplett zu machen, gibt es obendrein auch Untersuchungen, wie z.B. diese und diese, in denen sich Milch doch als günstig für die Knochen herausstellte.

Die Milchindustrie nutzt diese Untersuchungen, um ihre Behauptungen, Milch wäre gut für die Knochen, zu unterstützen. Wenn man aber etwas genauer hinschaut, wird man feststellen, dass es sich bei diesen Untersuchungen um ältere und nicht sehr umfangreiche Untersuchungen handelt.

#2: Schlechtes Calcium / Magnesium Verhältnis erhöht das Thromboserisiko

Der Körper benötigt doppelt so viel Calcium wie Magnesium.

Durch den Konsum von sehr calciumreicher Nahrung wie z.B. Milch gerät dieses Verhältnis aus dem Gleichgewicht.

Wenn dies dann nicht mit magnesiumreicher Nahrung ausgeglichen wird, entsteht ein erhöhtes Thromboserisiko (Quelle).

Magnesiumreich sind z.B. Bananen, Avocados, Spinat, Mangold, schwarze Bohnen, Mandeln, Kürbiskerne, Feigen und dunkle Schokolade.

#3: Erhöht das Risiko für Diabetes Typ-1 bei Kindern

Diabetes Typ-1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Immunsystem Zellen der Bauchspeicheldrüse angreift und zerstört. Das hat zur Folge, dass der Körper kein Insulin mehr produzieren kann, das aber benötigt wird, um Glucose aus dem Blut aufnehmen zu können.

Da sich der Darm von jungen Kindern noch entwickelt, kann Laktose zum Problem werden.

Laktose kann vom Blut aufgenommen werden und in die Blutbahn gelangen.

Hierdurch kann es zu einer Reaktion des Immunsystems kommen, welche in manchen Fällen Diabetes Typ-1 verursachen kann, wenn dabei die Bauchspeicheldrüse vom Immunsystem angegriffen wird (Quelle).

Bei Diabetes Typ-1 Patienten können deshalb Antistoffe gegen Kuhmilcheiweiß festgestellt werden (Quelle, Quelle, Quelle).

Klingt dir das alles ein bisschen weit hergeholt? Das ist es aber leider nicht. Kinder, die nur wenig Milch trinken, laufen weniger Gefahr an Diabetes Typ-1 zu erkranken, wie Untersuchungen gezeigt haben (Quelle, Quelle, Quelle, Quelle).

Das heißt aber natürlich nicht, dass ein Kind Diabetes Typ-1 bekommt, wenn es Milch trinkt oder es nicht bekommt, wenn es keine Milch trinkt. Es geht hier aber um die Wahrscheinlichkeit, die bei Milchkonsum größer ist. Diese ist 1,5 Mal so groß, um genau zu sein (Quelle).

Es ist allgemein bekannt, dass man Babys lieber Muttermilch geben sollte und so lang wie möglich mit Flaschennahrung warten sollte.

Säuglinge, die gestillt werden, laufen weniger Risiko, an Diabetes Typ-1 zu erkranken als Säuglinge, die Flaschennahrung auf Basis von Kuhmilch erhalten (Quelle, Quelle, Quelle, Quelle).

#4 Fettarme Milchprodukte erhöhen die Gefahr für Parkinson

Bei Parkinson ist eine Gruppe von Gehirnzellen geschädigt und abgestorben. Diese Zellen können dann auch kein Dopamin mehr produzieren.

Dopamin hilft dabei unsere Körperbewegungen zu kontrollieren. Darum leiden Menschen mit einer Parkinsonerkrankung unter Zittern und haben oft Mühe beim Sprechen. Ebenso haben sie oft steife Arme und Beine.

Untersuchungen haben ergeben, dass 3 oder mehr Portionen fettarmer Milch pro Tag das Risiko für Parkinson erhöhen (um 34%), verglichen mit Menschen, die nur 1 Portion oder weniger Milchprodukte am Tag zu sich nehmen (Quelle).

Die gleiche Studie zeigte zudem, dass das Trinken von schon nur einer Portion fettarmer Milch pro Tag das Risiko erhöhte, gegenüber dem Trinken einer Portion Milch pro Woche.

#5: Erhöht das Risiko für bestimmte Krebsarten

Milchprodukte erhöhen die Produktion von IGF-1 (Insulin-like Growth Factor 1, einem dem Insulin ähnlichen Wachstumsfaktor).

IGF-1 wird auch als Dopingmittel beim Sport angesehen, da es eine muskelstärkende Wirkung besitzt (Quelle).

IGF-1 sorgt ebenfalls für das Wachstum der Organe, und die Werte sind in der Pubertät am höchsten. Hohe IGF-1 Werte können negative Wirkung besitzen.

Einige Studien lassen einen Zusammenhang zwischen Prostatakrebs und hohen IGF-1 Werten vermuten (Quelle, Quelle).

Andere Studien hingegen kommen zu der Annahme, dass hohe IGF-1 Werte die Wahrscheinlichkeit für Darmkrebs verringern (Quelle).

Bei einer anderen umfangreichen Studie wurde ein Zusammenhang zwischen Laktose und einem erhöhten Risiko für Eierstockkrebs nachgewiesen (Quelle).

Wiederum andere Untersuchungen zeigen, dass es eine unbemerkte Laktoseintoleranz ist, die das Risiko für Eierstockkrebs erhöht (Quelle, Quelle, Quelle).

Es gibt aber auch Studien, die keinerlei Zusammenhang zwischen IGF-1 und einer höheren Wahrscheinlichkeit für Krebs finden konnten.

#6: Akne

Das Essen von Milchprodukten wird mit Akne in Verbindung gebracht (Quelle, Quelle). Auch dies könnte mit erhöhten IGF-1 Werten erklärt werden können.

#7: Wirkung der Endorphine wird vermindert

In Milch kommen Exorphine vor. Dabei handelt es sich um Stoffe, die die Wirkung von Endorphinen vermindern. Endorphine wirken als Neurotransmitter. Durch sie wird die Abgabe von Serotonin und Dopamin blockiert.

Weitere Quellen für Exorphine sind Gluten, Soja und Spinat. Bei Milch geht es nicht so sehr um die Laktose als viel mehr um das Casein-Eiweiß, das für die Exorphine verantwortlich ist.

Manche Menschen reagieren empfindlich auf Exorphine. Normalerweise sorgt das Enzym DPP-IV für die Neutralisation der Exorphine.

Da aber die Menge an Gluten im Weizen stark angestiegen ist und die Milch von Kuhrassen stammt, die viel A1 Beta-Casein (dazu später mehr) produzieren, können manche Menschen nicht mehr die ganzen Exorphine neutralisieren.

Die Folge ist, dass die Wirkung der Endorphine abgeschwächt wird und somit die Freigabe von Serotonin und Dopamin (Quelle).

Dies kann zu zahlreichen psychologischen Beschwerden führen, variierend von Depressionen, Essstörungen, ADS, ADHS, Konzentrationsstörungen, zwanghaftem Verhalten, Suchtverhalten bis hin zu  Psychosen.

#8: Milch erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen vorzeitigen Tod

Bei einer großen Studie, die kürzlich in Schweden durchgeführt wurde, stellte sich heraus, dass das Trinken von 3 oder mehr Gläsern Milch am Tag die Gefahr eines vorzeitigen Todes erhöht (Quelle).

Die gleiche Studie zeigte übrigens auch, dass die Menschen, die viel Milch tranken, häufiger Knochenbrüche erlitten.

Zudem hatten die stärksten Milchtrinker erhöhte Blutwerte, die auf unterschwellige Entzündungen und Oxidationsstress hindeuteten.

Vermutungen

Es gibt auch Vermutungen, dass Milch eine Rolle bei der Entstehung von Morbus Crohn und Multipler Sklerose spielen könnte. Diese Krankheiten sind unheilbar.

Der Beweis, dass Milch eine Rolle bei der Entstehung dieser Erkrankungen spielt, ist aber nicht überzeugend und es gibt eine Reihe anderer Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen.

A2 Milch

A2 Milch wird zur Zeit als die gesündere Wahl auf den Markt gebracht, vielleicht hast du sie auch schon einmal im Kühlregal stehen sehen.

Normale Milch kann man als A1 Milch bezeichnen. Ich möchte hier kurz erklären, was der Unterschied zwischen A2 Milch und normaler Milch ist.

Von A2 Milch wird behauptet, dass sie besser zu verdauen wäre für Menschen, die eine Laktoseintoleranz besitzen.

Milch besteht zu etwas 3% aus Eiweiß, und dieses Eiweiß besteht wiederum zu 80% aus Casein. Casein ist ein wichtiges Eiweiß, da der Körper es recht einfach in essentielle Aminosäuren umwandeln kann und auch zur Synthese anderer Eiweiße verwendet.

Es gibt unterschiedliche Formen von Casein. Beta-Casein ist die am zweithäufigsten vorkommende Form, es existieren 13 verschiedene Beta-Casein-Formen. Die häufigsten Beta-Caseine sind A1 Beta-Casein und A2 Beta-Casein.

A1 Beta-Casein stammt von bestimmten Kuhrassen, die ursprünglich in Nordeuropa vorkamen. Diese Kuhrassen werden in Europa, Nordamerika und Australien gehalten. Die Milch dieser Rassen enthält sowohl A1 als auch A2 Beta-Casein. Das ist die ‚normale‚ Milch, wie man sie in jedem Supermarkt kaufen kann.

Einige Kuhrassen (Guernsey und Jersey Kühe) geben aber Milch, die ausschließlich A2 Beta-Casein enthält. Die Milch dieser Kühe wird dann als A2 Milch verkauft.

Ziegen-, Pferde- und Schafsmilch enthält übrigens ebenfalls kein A1 Beta-Casein.

Es gibt Studien, die zeigen, dass es eben das A1 Beta-Casein ist, das sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann.

Um A1 Beta-Casein verdauen zu können, produziert die Bauchspeicheldrüse ein Enzym (Elastase). Hierbei wird im Verdauungstrakt BCM-7 (Betacasomorphin-7) freigesetzt. Dabei handelt es sich um ein starkes Oxidans und Opioid, von dem man annimmt, dass es zu zahlreichen Beschwerden führt, wenn es in die Blutbahn gelangt.

Unterschiedliche Untersuchungen haben gezeigt, dass BCM-7 schädlich für die Gesundheit ist. Es gibt einen Zusammenhang mit einer erhöhten Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ-1, plötzlichem Kindstod, Verdauungsproblemen und Autismus (Quelle, Quelle, Quelle, Quelle).

Jüngste Untersuchungen haben ergeben, dass A2 Beta-Casein nicht die unterschwelligen Entzündungen auslöst, die das A1 Beta-Casein bei Menschen mit Laktoseintoleranz auslöst (Quelle).

Es gibt noch sehr viele Fragezeichen rund um das Thema BCM-7 und dem damit verbundenen Risiko für Beschwerden und Krankheiten, denn bei Erwachsenen kann nach dem Trinken von Milch kein BCM-7 im Blut nachgewiesen werden, bei Säuglingen dagegen schon (Quelle, Quelle, Quelle).

Alles zusammengenommen, kann man somit noch nicht mit Bestimmtheit sagen, ob A2 Milch wirklich gesund ist oder nicht. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass A2 Milch jedenfalls besser ist als A1 Milch. Man sollte aber auch nicht vergessen, dass einige dieser Untersuchungen (in)direkt von Herstellern von A2 Milch finanziert wurden.

Alternativen für Milch

Nachdem du nun diesen Artikel gelesen hast, sollte es deutlich geworden sein, dass Milch nicht wirklich gesund für uns ist und dass man sie auch nicht benötigt, um gesund zu sein.

Selbst das meistzitierte Argument (sie wäre gesund für unsere Knochen), um Milch zu trinken, hält den Untersuchungen nicht stand. Untersuchungen haben ergeben, dass die meisten Knochenbrüche in den Ländern auftreten, in denen die Menschen am meisten Milch trinken.

Calcium sollte man lieber über Hülsenfrüchte und Nüsse zu sich nehmen. Auf diese Weise wird es besser vom Körper aufgenommen und auch das Calcium-Magnesium Verhältnis ist hierbei besser.

Allgemein kann man feststellen, dass das Trinken von viel Milch gesundheitliche Risiken mit sich bringt, vor allem das Trinken von fettarmer Milch.

Wenn man Milchprodukte essen möchte, sollte man besser Vollmilchprodukte essen, die zudem von Kühen stammen, die echtes Gras fressen konnten und auch dann nicht mehr als ein Glas am Tag. Im Fett der Milch stecken die in der Milch gespeicherten Vitamine, und die meisten gesundheitlichen Probleme treten bei den Menschen auf, die viel Milch trinken.

Wenn du jedoch gar keine Milch und Milchprodukte mehr essen möchtest, musst du dich nach Alternativen umsehen. Und obwohl es im Supermarkt zahlreiche pflanzliche Milchersatzprodukte gibt, ist auch dies keine einfache Aufgabe.

Ein großer Nachteil der meisten pflanzlichen Milchersatzprodukte ist, dass ihnen leider viel Zucker zugesetzt wird.

Wenn man sich z.B. für einen Soja-Drink mit Aroma entscheidet, steckt da im Schnitt 5,9 Gramm Zucker pro 100 ml drin. Bei drei Gläsern am Tag hat man dann bereits  35 Gramm Zucker auf diesem Wege zu sich genommen. Der Gewinn für die Gesundheit, den man hiermit erlangt, indem man die Milch durch eine pflanzliche Variante ersetzt, wird von dem ganzen Zucker leider wieder zunichte gemacht.

Man kann zum Glück aber auch ungesüßte Soja-Drinks kaufen. Das wäre dann die beste Möglichkeit, wenn man Soja-Drinks trinken möchte. Auf diese Weise vermeidet man, dass man zunimmt, weil man ganz unbemerkt extra Kalorien zu sich nimmt.

Vielleicht fällt dir auf, dass ich hier von Soja-Drinks spreche und nicht von Sojamilch. Der Grund hierfür ist, dass in Kürze nur noch Milch von Kühen und Ziegen Milch genannt werden darf.

Der Nachteil von Reis-Drinks ist, dass sie kein Eiweiß enthalten. Man kann mit ihnen also nicht das Eiweiß ersetzen, das man normalerweise aus seiner Milch bezieht. Reis-Drinks sind übrigens auch nicht für Kinder unter 5 Jahren geeignet, weil ihn ihnen der Giftstoff Arsen vorhanden ist.

Nuss-Drinks wie z.B. Mandel-Drinks enthalten kleine Mengen an Ballaststoffen und guten Fettsäuren. Man sollte davon aber nicht allzu viel erwarten. Für eine ganze Packung Mandel-Drink werden gerade einmal 3 bis 9 Mandeln verwendet. Darum ist in ihm auch nur wenig Eiweiß enthalten.

Hafer-Drinks versorgen einen mit den notwendigen Ballaststoffen. Sie helfen dabei, sein Cholesterin auf einem gesunden Niveau zu erhalten. Aber auch in Hafer-Drinks ist kaum Eiweiß vorhanden.

Kokos-Drinks werden aus Wasser hergestellt, in dem eine kleine Menge Kokosmilch aufgelöst wird. Kokos-Drinks schmecken nach Kokos, was man natürlich mögen muss. Auch Kokos-Drinks enthalten nur wenig Eiweiß.

Für alle pflanzlichen Milchersatzgetränke gilt, dass man sich die Zutatenliste genau ansehen sollte. Ihnen wird sehr oft Zucker zugesetzt. Wenn man also nicht zunehmen will, sollte man nur die ungesüßten Varianten kaufen.

Ziegenmilch

Eine andere Alternative zur Kuhmilch und Kuhmilchprodukten wäre Ziegenmilch, Ziegenjoghurt und Ziegenkäse.

Der Vorteil der Ziegenmilch ist, dass sie leichter als Kuhmilch zu verdauen ist und darum weniger oft zu Magen-Darm-Problemen führt.

Sie enthält zudem weniger Laktose, was sie auch für Menschen mit Laktoseintoleranz besser verträglich macht.

Ein weiterer Vorteil von Ziegenmilch ist, dass sie kein A1 Beta-Casein enthält.

A1 Beta-Casein wird mit einer erhöhten Gefahr für Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Typ-1, plötzlicher Kindstod, psychomotorischen Entwicklungen, Verdauungsproblemen und Autismus in Verbindung gebracht (hierzu wird näher im Abschnitt über A2 Milch eingegangen).

A1 Beta-Casein kann auch zu Verdauungsproblemen wie dem Reizdarmsyndrom, dem leckender Darm Syndrom, Akne, Ekzem und Autoimmunerkrankungen wie Colitis führen und vielleicht sogar Morbus Crohn auslösen (Quelle, Quelle, Quelle).

Da Ziegenmilch kein A1 Beta-Casein enthält, kann sie auch von Menschen getrunken werden, die an einer Kuhmilchallergie leiden.

Zudem werden die Mineralien, Fettsäuren, das Eiweiß und die Vitamine der Ziegenmilch vom Körper besser aufgenommen als die der Kuhmilch.

Heißt das also, nur noch Ziegenmilch trinken? Es sieht wirklich so aus, als wäre Ziegenmilch eine gute Alternative zur Kuhmilch.

Die Wirkung von Ziegenmilch auf die Gesundheit ist aber wesentlich schlechter untersucht als die Wirkung der Kuhmilch. Obwohl Kuhmilch in der westlich geprägten Welt am meisten getrunken wird, wird in anderen Teilen der Welt hauptsächlich Ziegenmilch getrunken.

Wenn man überhaupt keine Milchprodukte mehr verwenden möchte, könnte man sich auch von einem Ernährungsberater Rat einholen. Bei so einer Beratung wird die persönliche Ernährung ausführlich unter die Lupe genommen, damit man keinen Mangel an z.B. Vitamin B12 erleidet.

Milchprodukte und Empfehlungen der Behörden

Menschen, die bewusst auf ihre Gesundheit achten, wissen schon lang, dass sie nicht blindlings alles glauben dürfen, was ihnen von den Gesundheitsbehörden und ähnlichen Organisationen empfohlen wird. Ein anderer Teil der Bevölkerung folgt jedoch meist ganz brav diesen Empfehlungen. Und natürlich gibt es auch die Gruppe Menschen, die einfach das isst, worauf sie Lust hat.

Was manche Gesundheitsbehörden so von sich geben, finde ich ziemlich besorgniserregend. Vor allem deshalb, weil eben sehr viele Menschen diesen Stellen vertrauen und sich darauf verlassen, dass deren Rat auf fundierten Untersuchungen basiert.

Diese Behörden raten z.B. zu einem Konsum von 450 bis 650 ml Milchprodukten am Tag – anhängig vom Alter und dem Geschlecht. Hierbei wird dann auch noch zu fettarmen Produkten geraten, da die Vollmilchprodukte gesättigte Fettsäuren enthalten. Diese Empfehlung ist ziemlich eigenartig, um es noch milde auszudrücken, da Untersuchungen ergeben haben, dass eben gerade die fettarmen Varianten das größte Risiko für die Gesundheit formen.

Und auch die Annahme, dass gesättigte Fettsäuren schlecht wären, ist schon seit langem überholt (auf dieses Thema gehe ich in meinem Artikel über das Cholesterinsenken näher ein).

Schon die Empfehlung, Milchprodukte überhaupt in eine Ernährungsempfehlung aufzunehmen, verursacht bei mir Stirnrunzeln. Wenn du diesen Artikel aufmerksam gelesen hast, brauche ich sicher nicht zu erklären warum.

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